„Meine Kamera ist meine Reisegefährtin“

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Der Auslöser großer Gefühle: Brooklyn Beckham hat eine innige Beziehung zu seiner Kamera. Beim Fotoshooting mit dem BMW Z4 in Palm Springs spricht er im Interview über seine Liebesgeschichte mit der Kamera und über seine Faszination für Autos.

Schon mit 16 Jahren fotografierte Brooklyn Beckham eine Burberry-Brit-Kampagne. Dazu hat der junge Fotograf mit „What I See“ bereits einen eigenen Bildband mit persönlichen Schnappschüssen veröffentlicht. Seine Leidenschaft für das Fotografieren geht im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut: Auf dem linken Arm trägt Brooklyn Beckham ein Tattoo einer Kamera.

Der 20-Jährige liebt Porträtfotografie. Und, genau wie sein Vater, hat Brooklyn Beckham eine Vorliebe für coole Autos. Deswegen haben wir ihn zu einem besonderen Shooting nach Palm Springs eingeladen – einem Tag mit dem BMW Z4. Dabei steht der junge Fotograf gleichzeitig hinter und vor der Kamera. Seine Mission: Selbstporträts aus seinem ganz eigenen Blickwinkel.

Begleiten Sie Brooklyn Beckham auf einer Spritztour durchs kalifornische Coachella Valley und auf die legendäre Rennstrecke The Thermal Club. Im Interview verrät Brooklyn Beckham, welches Bild ihn zuletzt sehr berührt hat, was ein wirklich gutes Foto ausmacht – und welcher Superheld er gerne wäre.

Brooklyn, können Sie spontan schätzen, wie viele Fotos Sie insgesamt schon geschossen haben?

Brooklyn Beckham: Mal sehen. Auf meinem Handy sind etwa 45.000 Bilder und 10.000 auf meiner Kamera. Aktuell macht das 55.000 Fotos.

Welches von diesen 55.000 Bildern hat Sie zuletzt besonders berührt? Und warum?
Brooklyn Beckham:
Eines meiner Lieblingsfotos zeigt die Tattoos meines Vaters. Ich habe es im Dunkeln mit einem Ringblitz aufgenommen. Mir gefällt es ganz besonders. Ich stehe total auf Tattoos. Und die meines Vaters sind echt cool. Der Kontrast beeindruckt mich jedes Mal, wenn ich mir dieses Foto ansehe. Das Bild ist insgesamt sehr dunkel, aber die schwarze Tinte des Tattoos sticht richtig heraus.

Erinnern Sie sich an Ihr erstes Bild?
Brooklyn Beckham:
Meine allererste Aufnahme war in L.A. am Strand von Malibu. Ich habe einfach das Meer, die Sonne und den Sand mit einer analogen Kamera fotografiert.

Wo wir gerade von Fotoausrüstung sprechen: Wie viele Kameras besitzen Sie und mit welcher arbeiten Sie zurzeit am liebsten?
Brooklyn Beckham:
Ich besitze mehrere Kameras. Mein Favorit ist die Hasselblad 503.

Was gefällt Ihnen besser, analoge oder digitale Fotografie?
Brooklyn Beckham:
Analog. Ganz klar!

Seit dem Beginn seiner Karriere als Fotograf pflegt Brooklyn Beckham eine besondere Beziehung zu seinen Kameras. Um die Erlebnisse mit dem BMW Z4 im Coachella Valley festzuhalten, verlässt er sich auf sein Lieblingsmodell, die Hasselblad 503.

Brooklyn, wie haben Sie das Fotografieren für sich entdeckt? Was hat Ihre Begeisterung dafür geweckt?
Brooklyn Beckham:
Das habe ich von meinem Vater. Als ich klein war, schoss er immer Bilder von uns allen. Er schenkte mir meine erste Kamera. Ich machte Fotos, stellte sie online und sie kamen gut an. So hat das Ganze angefangen. Seitdem fotografiere ich gern und habe meine Kamera immer dabei.

Ein ständiger Begleiter also. Wie würden Sie folgenden Satz vervollständigen: Meine Kamera ist …?
Brooklyn Beckham: … ein Teil von mir. Meine Kamera ist meine Reisegefährtin. Sie ist immer dabei. Wir erleben alles gemeinsam und halten den Augenblick fest.

Haben Sie Lieblingsfotografen oder Vorbilder? Wer inspiriert Sie?
Brooklyn Beckham:
Ich liebe die Fotos von Alasdair McLellan. Auch Mert & Marcus und Nick Knight finde ich unglaublich, genau wie Steven Meisel. David Yarrow ist auch ein großartiger Fotograf. Ich bin total begeistert von seinen Arbeiten. Vor ein paar Wochen war ich mit ihm unterwegs. Er macht beeindruckende Wildtierfotografien.

Während Brooklyn Beckham den BMW Z4 von seiner besten Seite zeigt, steht der aufstrebende Fotograf auch selbst vor der Linse.
So ein Auto habe ich noch nie fotografiert.
Brooklyn Beckham

Wie und was fotografieren Sie am liebsten? Bevorzugen Sie Porträts, Stillleben oder Landschaften?

Brooklyn Beckham: Besonders gern fotografiere ich Menschen oder mache Selbstporträts. Vor Kurzem habe ich mit der Wildtierfotografie angefangen. Von David Yarrow konnte ich viel lernen, das macht mir wirklich Spaß. Meine Leidenschaft sind aber Schwarz-Weiß-Porträts. Dieser Fotografie-Stil fasziniert mich.

Gibt es eine Person, egal ob noch am Leben oder nicht, die Sie gern einmal ablichten würden?
Brooklyn Beckham:
Ja. Ich würde wirklich gern mal ein Porträt von den Oasis-Brüdern Liam und Noel Gallagher schießen, sollte es irgendwann ein Comeback geben. Die beiden sind echt cool, und Oasis war eine der größten Bands der Welt. Sie zu fotografieren wäre mein Traum.

Unsere Wahrnehmung von Bildern hat sich durch die sozialen Medien verändert. Wirkt sich das auch auf Ihre Arbeit aus?
Brooklyn Beckham:
Ja. Dank Instagram kann ich meinen eigenen Fotografie-Stil zeigen. Ich poste meine Bilder und stehe mit meinen Followern in Kontakt. Jeder kann sich meine Arbeit ansehen und mir Feedback geben.

Wer hat behauptet, ein Location-Check mache keinen Spaß? Brooklyn Beckham skatet über die Thermal-Club-Rennstrecke.

Wie oft sind Sie mit einem Foto zufrieden? Sind Sie eher ein selbstkritischer Mensch?

Brooklyn Beckham: Ich bin sehr streng mit mir. Selbst wenn ich finde, dass ein Bild eigentlich ganz gut geworden ist, suche ich immer nach Verbesserungsmöglichkeiten und versuche, daraus zu lernen.

Der Berufsweg eines Fotografen ist nicht immer leicht. Welchen Rat würden Sie jemandem geben, der gerade erst mit der Fotografie beginnt?
Brooklyn Beckham:
Also Tipps für eine Karriere als Fotograf? Einfach die Kamera in die Hand nehmen und loslegen. Man sucht sich ein Motiv, das einen interessiert. Man sollte Spaß haben, herumprobieren, sich entwickeln, scheitern, von vorn anfangen, weiterkommen und von den unglaublich vielen talentierten Fotografen lernen. Ich nehme jede Gelegenheit wahr, den Profis über die Schulter zu schauen.

Wie viel Arbeit und Planung stecken in Ihren Bildern?
Brooklyn Beckham:
Eigentlich gar nicht so viel. Wenn ich etwas Interessantes entdecke, mache ich ein Foto. Ausnahmen sind natürlich Editorials und Werbekampagnen. Dafür erstelle ich Moodboards und unterhalte mich vor dem Shooting lange mit dem Team. Aber im Alltag, zum Beispiel für Instagram, fotografiere ich sehr spontan. Außerdem versuche ich, die Bilder möglichst wenig zu bearbeiten. Bei Farbfotos erhöhe ich nur den Kontrast ein bisschen. Generell sind mir Schwarz-Weiß-Bilder aber lieber. Darauf liegt mein Schwerpunkt.

Wer Fotograf werden will, muss seinen eigenen Stil finden. Für den BMW Z4 Roadster entschied sich Brooklyn Beckham für Selbstporträts mit seiner treuen Hasselblad-Kamera.
Die Lichtverhältnisse waren super. Wir waren mitten in der Wüste im Coachella Valley.
Brooklyn Beckham

In Palm Springs haben Sie ein außergewöhnliches Model vor der Linse: ein Auto. Mit welcher Kameraeinstellung haben Sie den BMW Z4 fotografiert?

Brooklyn Beckham: Ich hatte vor, mit einer vollmechanischen Kamera zu arbeiten. Ich würde sagen: Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Lichtverhältnisse waren super. Wir waren mitten in der Wüste im Coachella Valley. Ich habe mit meiner Hasselblad Selbstporträts mit mir und dem Auto gemacht. Ich kenne niemanden, der bei der Autofotografie so vorgeht.

Was wird ihnen vom Fotoshooting in Palm Springs besonders in Erinnerung bleiben?
Brooklyn Beckham:
Mit dem BMW Z4 Cabrio wollte ich so richtig Staub aufwirbeln. Also haben wir eine Spritztour in die Wüste gemacht. Die Fotos sind wirklich gut geworden. Die Thermal-Club-Rennstrecke hat mir am besten gefallen. Wir hatten die ganze Rennstrecke für uns, genau zur goldenen Stunde. Das Licht war fantastisch. Ich hatte mein Skateboard dabei und bin eine Runde geskatet. Auch um das Auto. Die anderen sind ziemlich nervös geworden, weil ich dem Wagen bei den Sprüngen sehr nah gekommen bin. Aber es ist alles gutgegangen. Letztendlich war das Shooting eine Herausforderung, aber auch eine besondere Erfahrung. Der Wagen ist ein super Motiv, weil er so cool und gefährlich aussieht. So ein Auto habe ich noch nie fotografiert.

Die Welt von Brooklyn Beckham in 4 Fragen

1

Was wäre der ideale Song für eine Spritztour im BMW in und um Palm Springs?
Eine Playlist mit meiner Lieblingsband The Stone Roses. Ich würde einfach das ganze Album hören.

 

2

Wenn Sie einen Tag lang ein Superheld sein könnten, welcher wären Sie?
Wahrscheinlich Flash! Wegen der Geschwindigkeit. Nur diese engen Outfits stehen mir nicht besonders.

 

3

Was war Ihr letzter Serienmarathon?
Kennen Sie „Big Mouth“? Das ist eine Zeichentrickserie für Erwachsene über pubertierende Teenager und ihre Hormonmonster. Ziemlich unanständig, aber echt witzig.

 

4

Was würden Sie für uns kochen, wenn wir Sie zu Hause besuchen würden?
Linguine mit Krabben. Vor sieben oder acht Jahren habe ich mit meinem Vater an einem Kochkurs in Italien teilgenommen und gelernt, dieses leckere Gericht zu kochen.

 

UNFOLD.

Der BMW Z4.

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