Erfahren Sie mehr über Modelle, Produkte und Services von BMW:

BMW in Ihrem Land

Anderes Land wählen

Additive Fertigung: 3D-Druck in Perfektion

4 min Lesedauer

3D-Druck dürfte den meisten mittlerweile ein Begriff sein. Übersetzt in die industrielle Fertigung spricht man von Additiver Fertigung. Eine der zukunftsträchtigsten Produktionsmethoden. BMW hat dies bereits vor 28 Jahren erkannt.

Seit 1990 wird bei BMW auf dem Gebiet der Additiven Fertigung geforscht und gefertigt. Als führender Pionier in dem Bereich können die Teile heute in außerordentlich hoher Qualität und sehr schnell produziert werden. Insbesondere für Prototypen ein absoluter Standard – bis hoch zu den exklusivsten Modellen der Marke.    

Der neue BMW i8 Roadster. Leichtbau dank Additiver Fertigung

Premiere im i8 Roadster: Die Halterung der Verdeckabdeckung wäre im traditionellen Gießverfahren so nicht möglich gewesen. Zudem hat das Teil eine höhere Festigkeit und spart darüber hinaus noch an Gewicht ein.    

2012

Individuelle Sitze für das Britische Paralympics-Basketballteam

Nicht nur für die eigenen Fahrzeuge arbeiten die Ingenieure. 2012 wurden mit 3D-Bodyscans und im 3D-Druck-Verfahren Rollstuhlsitze entwickelt. Vorteil: ideale Passgenauigkeit und deutlich verringertes Gewicht.    

2014

Ergonomie aus dem 3D-Drucker

In der Fahrzeug-Produktion kommen innovative Montagehilfen zum Einsatz: Beim Anbringen von Stopfen aus Hartgummi beispielsweise werden diese per Daumen eingedrückt und verschließen unter anderem Ablauflöcher für den Karosserielack. Um eine unnötige Überstreckung des Daumengelenks zu vermeiden, werden Fingerlinge aus dem 3D-Drucker wie eine zweite Haut über den Daumen gezogen. Sie schützen gegen übermäßige Belastung.

BMW 507 Die Restaurierung von Elvis’ Erbe

Jahrzehnte galt der legendäre BMW 507 als verschollen. Schließlich wurde die Ikone in penibler Kleinarbeit restauriert. Hierbei kam auch die Additive Fertigung zum Einsatz: Türknauf und Fensterheber wurden mit dem Verfahren rekonstruiert.

1 / 3

DTM. Kleines Teil, großer Nutzen: das Wasserpumpenrad

Oft wird angenommen, dass Bauteile der Additiven Fertigung aus Kunststoffen sind. Ein Irrglaube. In DTM-Fahrzeugen beispielsweise werden Wasserpumpenräder aus einer Aluminiumlegierung verwendet. Insbesondere für den hochanspruchsvollen Renneinsatz ist dieses Teil aus der Additiven Fertigung enorm wichtig.    

Manufaktur für Präzision

Das Additive Manufacturing Center in München: 

Hier laufen alle Fäden zusammen. Für Prototypen bis hin zu längst nicht mehr lieferbaren Classic-Parts – vom kleinen Kunststoffhalter bis zu hochkomplexen Fahrwerkskomponenten aus Metall. Weit über 100.000 Präzisionsbauteile werden hier jährlich entwickelt und produziert.

Einblicke ins Herz der Prototypenproduktion

Additive Fertigung und 3D-Druck, wo sind die Unterschiede? Niemand kann Fragen zu dem Thema besser beantworten als unsere Experten aus dem FIZ in München:

Wie lässt sich „Additive Fertigung“ für einen Außenstehenden erklären?

Bei der Additiven Fertigung – die ja auch gerne als 3D-Druck bezeichnet wird – werden Bauteile Schicht für Schicht übereinander aufgebaut. Das hat tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit zum Drucker, nur dass hierbei in die Höhe „gedruckt“ wird und am Ende ein dreidimensionales Teil entsteht. Das Material hierfür kann entweder aus Kunststoff oder Metall sein. Die Form des Bauteils wird im Computer auf Basis von digitalen 3D-Konstruktionsdaten erstellt.

Wo liegen die Vorteile?

Der große Vorteil der Additiven Fertigung liegt darin, dass das Verfahren einen hohen Grad an Freiheit in der Formgebung bietet. Bauteile mit komplexen Strukturen, die sonst schwierig herzustellen sind, können per 3D-Druck relativ einfach, schnell und in passender Qualität produziert werden. Ein Beispiel: Wenn Sie eine Miniatur des Eiffelturms von Paris anfertigen möchten, wird es schwierig, die vielen Hohlräume in ein bestehendes Stück Metall einzufräsen. Bei den additiven Fertigungsverfahren wird lediglich ein 3D-Scan des Eiffelturms erstellt, dieser dann am Computer bearbeitet und dann schichtweise „gedruckt“. 

Und wie sieht die Zukunft aus?

Für die Zukunft sehen wir ein großes Potenzial in der Serienproduktion und in neuen Kundenangeboten, beispielsweise bei personalisierten Fahrzeugteilen. So sollen Kunden die Möglichkeit bekommen, einzelne Fahrzeugteile nach individuellen Vorstellungen anfertigen lassen zu können.

In welchen Bereichen nutzen Designer/Ingenieure/ Techniker heute das Verfahren für eine Neu- bzw. Weiterentwicklung eines Fahrzeugs?

Bei BMW nutzen wir die Additive Fertigung in verschiedenen Bereichen: Klassische Anwendungsbeispiele finden sich heute vor allem in Bereichen, in denen maßgeschneiderte und zum Teil sehr komplexe Komponenten in kleinen Stückzahlen erforderlich sind. Dies ist vor allem in der Vorentwicklung, der Fahrzeugabsicherung und -erprobung oder bei Concept- und Showcars der Fall.

Ein besonderes Highlight für die Technologien stellen komplette Neufahrzeugentwicklungen dar. Wie beispielsweise bei den BMW i-Fahrzeugen, für die keine Vorgängerfahrzeuge verfügbar waren. Die ersten Prototypenfahrzeuge mussten deshalb zum Großteil additiv gefertigt werden.

Wo sind die Grenzen bei der Additiven Fertigung?

Die größten Herausforderungen liegen bei den Prozess- und Werkstoffkosten. Aktuell ist die Additive Fertigung noch nicht für Großserien geeignet. Hier sehen wir aber eine positive Entwicklung. Neue, flächig arbeitende Technologien sind dafür ein wesentlicher Schlüssel.

Was sind die Unterschiede der Additiven Fertigung bei BMW zu dem Gerät im Hobbykeller zuhause?

Qualität, Kosten und Zeit sind hier die Stichpunkte. Bauteile, die im Automobilbau eingesetzt werden, müssen eine Reihe von Anforderungen erfüllen, sie müssen 100% zuverlässig sein und rechtliche Anforderungen verschiedenster Länder erfüllen. In der Serienproduktion muss jedes Teil exakt die gleiche Qualität haben, pünktlich geliefert werden und es darf möglichst kein Ausschuss entstehen. Man kann es mit einem Papierdrucker zuhause und dem Drucker eines Zeitungsverlags vergleichen: in Dimension, Leistung und Qualität.

3D-Druck: Präzision für den alltäglichen Gebrauch

Mit den Fertigungs-Prozessen im Additive Manufacturing Center von BMW hat der 3D-Druck für zuhause nicht viel gemein, nur eins: den Spaß am schnellen Produzieren.

3D Druck für Zuhause

Wir haben für Sie vier exklusive BMW-Originale zusammengestellt, die Sie einfach und bequem auf Ihrem 3D-Drucker zu Hause ausdrucken können. Viel Vergnügen!

1 / 4

BMW Logo

Darauf mussten echte Bimmer fast schon zu lange warten: das BMW-Logo zur Vervielfältigung. Ob für den Innenspiegel oder Schlüsselanhänger – ein Muss für BMW-Fans und des 3D-Drucks.

Download

BMW Felge

Die eigene BMW Doppel-Speiche aus dem Drucker: noch ist das Zukunftsmusik. Aber bereits heute hier als schönes Deko-Stück für Ihren 3D-Drucker erhältlich.

Download

BMW-Vierzylinder

Die Hauptzentrale in München, entworfen von dem Architekten Karl Schwanzer. Das 101 Meter hohe Wahrzeichen ist nun für Sie im 3D-Druck produzierbar.

Download

BMW Welt

Über 3 Millionen Besucher im Jahr zählt die BMW Welt in München. Holen Sie sich die Miniatur-Ausgabe jetzt nach Hause. Per 3D-Druck.

Download

DIE ZUKUNFT IST JETZT.

Der erste BMW i8 Roadster.

Mehr erfahren
Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Website erhalten Sie unter „Cookies“. Wenn Sie auf „Ja, ich stimme zu“ klicken, werden Cookies aktiviert. Falls Sie dies nicht wünschen, können Sie der Aktivierung hier widersprechen. Die Einstellungen können jederzeit unter „Cookies“ geändert werden.