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Die Netzwerkerin

4 min Lesedauer

Sandra Phillips plant voraus: Sie beschäftigt sich mit der Zukunft der Mobilität.

Als Shared-Mobility-Expertin und Gewinnerin des Ideenwettbewerbs „Next Visionaries“ von BMW i und TED, erklärt sie, warum mehr Mobilität für alle ihr großes Ziel ist und warum ökologische Nachhaltigkeit und der Nahverkehr dabei wichtige Rollen spielen.

BMW Magazin: Wie erklären Sie eigentlich auf einer Party, was Sie beruflich machen?

Sandra Phillips: Ich sage, dass ich eine Art Architektin bin. Nur baue ich keine Häuser, sondern Netzwerke für die Zukunft der Mobilität. Und dafür gibt es gerade großen Bedarf: Wir haben einerseits den öffentlichen Nahverkehr. Dessen Netze sind aber außerhalb von Megastädten wie New York oder London oft lückenhaft. Auf der anderen Seite gibt es private Fahrzeuge. Aber viele Menschen können oder wollen sich kein eigenes Fahrzeug leisten oder möchten ihr Automobil auch mal stehen lassen. Kinder können nicht selbst fahren, ältere Menschen oft auch nicht. Diese Lücken kann die Shared Mobility schließen. Das ist nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch sinnvoll. Es geht hier vor allem um Nachhaltigkeit.

 

Und wie genau geht das?

Meine Agentur hat zum Beispiel BMW bei der Einführung von ReachNow in Nordamerika begleitet. Wir haben direkt an der Umsetzung gearbeitet und das Managementteam trainiert. ReachNow hat nicht nur eine Fahrzeugflotte für das Carsharing, sondern bietet in Seattle auch Ride-Hailing an, also einen App-vermittelten Taxi-Service. Aber das Shared Mobility-Netz kann noch viel umfassender gedacht werden. Insbesondere im Nahverkehr: mit Miet-Fahrrädern zum Beispiel oder Miet-Scootern. Dann ist da noch das Ride-Sharing, bei dem sich die Passagiere zum Beispiel einen Kleinbus samt Chauffeur teilen. Und im nächsten Schritt könnte der Kleinbus auch autonom fahren. So kann die Mobilität der Zukunft aussehen.

Meine Vision ist es, wirklich allen Menschen mehr Mobilität zu ermöglichen – und damit auch einen besseren Zugang zu Gesundheit, zu Bildung, zum kulturellen und sozialen Leben.
Sandra Phillips,

Shared-Mobility-Expertin

Sie freuen sich auf die Chancen, die das autonome Fahren mit sich bringen wird?

Absolut. In Sion in der Schweiz fährt als fester Bestandteil des Nahverkehrs seit 2016 ein autonomer Bus auf einer festgelegten Route durch die Stadt. Tatsächlich ist das Konzept des autonomen Fahrens von großer Bedeutung für die Shared Mobility. Beim Carsharing werden die Automobile ja oft nicht dort abgestellt, wo sie wieder gebraucht werden. Es wäre also gut, wenn sie selbst zum Nutzer oder einer Ladestation fahren könnten. 

 

Wo sehen Sie aktuell noch Nachholbedarf?

Im Moment wird beim Carsharing vor allem an große Städte gedacht, einfach weil hier auf engem Raum viele Menschen und damit viele potenzielle Nutzer wohnen. In kleineren Städten mit weniger als 500 000 Einwohnern gibt es Lücken. Und natürlich sollten wir noch mehr an die Märkte in Afrika, Südamerika oder Asien denken, wo der Bedarf sehr groß ist.

 

Wer gehört für Sie zur Zielgruppe der Shared Mobility? 

Bisher fühlen sich vor allem relativ gebildete und gut verdienende Männer von dem Konzept das Carsharings angesprochen. Meine Vision ist es, wirklich allen Menschen mehr Mobilität zu ermöglichen – und damit auch einen besseren Zugang zu Gesundheit, zu Bildung, zum kulturellen und sozialen Leben. All dies kann die Zukunft der Mobilität in meinen Augen mit sich bringen.

Zur Person:

Sandra Phillips ist in der Schweiz aufgewachsen, studierte Computerlinguistik, Anglistik und Wirtschaftswissenschaften und zog 2008 nach Vancouver – wo sie zunächst erkannte, wie gering der öffentliche Nahverkehr entwickelt war. 2013 gründete sie die Agentur movmi. Im Herbst 2017 gewann sie den Ideenwettbewerb „Next Visionaries“ von BMW i und TED.

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