Weihnachtsquiz: Welche dieser Bräuche gibt es wirklich?

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Weihnachten in aller Welt – da gibt es eigenartige Bräuche zu entdecken. Manche Traditionen klingen zu seltsam, um wahr zu sein. Testen Sie hier Ihr Wissen über Weihnachtsbräuche weltweit. Welche gibt es wirklich? Und welche haben wir erfunden?

Weihnachtsbräuche in Deutschland: Santas dunkle Seite

Da wäre zum Beispiel der Krampus, ein weihnachtlicher Brauch aus Deutschland und Österreich. Der Krampus ist der böse Schatten und Begleiter des Heiligen Nikolaus’, des christlichen Heiligen, der später zum Weihnachtsmann wurde. Wenn die Kinder brav waren, werden sie mit Walnüssen, Orangen und Süßigkeiten belohnt. Waren sie aber unartig, bringt der Krampus ihnen Kohle. Früher wären sie dann sogar von ihm geschlagen oder entführt worden. In Süddeutschland und Österreich gibt es auch Krampus-Umzüge. Dabei verwandeln sich die Menschen in angsteinflößende, ziegenähnliche Dämonen mit glühenden Augen und Reißzähnen. So ziehen sie, meist im Dunkeln, mit Fackeln und Birkenzweigen durch die Straßen.

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Die Geschichte vom Krampus ist wahr

Ja, diesen Brauch gibt es wirklich. Er mutet wie eine Erziehungsmaßnahme aus dem Mittelalter an, aber die Tradition des Krampus und der Maskenumzüge ist bis heute rund um Weihnachten in Deutschland und Österreich sehr lebendig. Natürlich werden heutzutage keine Kinder mehr geschlagen oder bedroht.

Weihnachten in Russland to go

Russland ist ein riesiges Land mit einer relativ niedrigen Bevölkerungsdichte. Deshalb müssen die meisten Leute weit fahren, um die Weihnachtsfeiertage mit ihren Liebsten zu verbringen. In den 1980er-Jahren haben darum einige Familien damit begonnen, das Innere ihres Wagens weihnachtlich zu dekorieren, um schon auf der langen Fahrt zu ihren Familien in weihnachtliche Stimmung zu kommen.

Dieser Brauch hat sich schnell verbreitet und gehört heute zur Weihnachtszeit in Russland einfach dazu. Man kann sogar spezielle Auto-Weihnachtsdeko-Sets mit Lichtern, Lametta und einem Mistelzweig aus Plastik online bestellen. Am Anfang hat man Weihnachtsdeko aus Glas verwendet. Diese wurde aber verboten, weil sie während der Fahrt leicht zerbrach. Heute sind im Set stattdessen leuchtende Plastikkugeln enthalten.

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Das russische Weihnachtsauto – leider nur ein Traum

Ha, da haben wir Ihnen einen russischen Bären aufgebunden! (Hoffen wir jedenfalls!) Zwar dekorieren einige Russen das Äußere ihres Autos weihnachtlich. Man kann hier aber nicht von einer weit verbreiteten Weihnachtstradition sprechen.

Ein echter Schlager: Weihnachtsbräuche in Mexiko

Jedes Kind möchte die Weihnachtszeit so lange wie möglich hinausziehen. Die Mexikaner haben diesen Wunsch verwirklicht. An den neun Abenden vor Heiligabend veranstalten sie ein großes Fest und hängen eine Piñata auf. Diese sternförmigen Figuren aus Pappmaché werden von den Kindern mit verbundenen Augen mit einem Stock zerschlagen. Wenn sie Glück haben, fallen Süßigkeiten und Nüsse heraus. Kinder, die beim Aufsammeln leer ausgehen, dürfen sich zum Trost an gefüllten Körben bedienen, den sogenannten Colaciónes. Die Kleinen können aber auch wirklich Pech haben. Dann ist die Piñata nur eine Falle – gefüllt mit Mehl, Konfetti oder Wasser, das sich über die Kinder ergießt.

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Süßigkeiten oder Mehl – in jedem Fall wahr

Diese Weihnachtstradition gibt es ebenfalls. Kaum vorstellbar, aber wahr: Eltern machen sich die Mühe einer Fake-Piñata, um sich danach mit einem enttäuschten Sechsjährigen (oder Mehl und Wasser auf dem Wohnzimmerteppich) auseinanderzusetzen. Die Tradition der neun Feiertage wurde von Augustiner-Mönchen geprägt. Und die Piñatas sind angeblich auf eine ähnliche Tradition der Azteken zurückzuführen.

In katalanischen Krippen sitzt ein K…er

Viele der Weihnachtsbräuche in Spanien ähneln denen anderer Länder. Aber dieser hier ist eindeutig anders. Was wie der Name eines Piratenschiffs klingt, bezeichnet einen der ungewöhnlichsten Weihnachtsbräuche weltweit: „Catalan Caganer“ bedeutet übersetzt in etwa „Katalanischer Kacker“. Und wenigstens einer davon ist in der spanischen Region Katalonien in jeder Weihnachtskrippe zu bewundern. Wie der Name vermuten lässt, hockt diese männliche Figur mit heruntergelassener Hose und verrichtet ihr Geschäft. Obenrum trägt der Caganer traditionell ein weißes Hemd und eine Mütze. Es gibt aber heute auch Exemplare mit verblüffender Ähnlichkeit zu Prominenten und Politikern, darunter die Queen oder Katy Perry. Unter allen Weihnachtsbräuchen weltweit klingt dieser am ehesten wie der Fantasie eines Kindes entsprungen.

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Ein wahrer Bestandteil von Weihnachten in Spanien

Unglaublich aber wahr: Diese weihnachtliche Tradition gibt es wirklich. Niemand weiß genau, wo die Caganer-Figur erstmals auftauchte oder welche tiefere Bedeutung sie hat. Sicher ist jedoch: Der Brauch stammt aus dem 18. Jahrhundert – und er ist gekommen, um zu bleiben. Die Stadt Barcelona hat einmal versucht, das Figürchen aus einer Krippe zu entfernen. Daraufhin gab es einen Aufschrei in der Bevölkerung. Und so ziert der Caganer auch weiterhin die katalanischen Weihnachtskrippen.

Sweets or Snow! Schottlands seltsame Wegelagerer

Wenn man an einem Sonntag im Dezember auf Schottlands Straßen unterwegs ist, kann man nicht nur durch Schnee und Sturm aufgehalten werden. Jedes Jahr im Advent errichten schottische Kinder Straßensperren und bitten Vorbeifahrende um etwas Kleingeld oder Süßigkeiten. Eine Weigerung bedeutet: Feuer frei! Dann dürfen die Kinder das Auto mit Schneebällen eindecken, die sie schon vorgeformt am Straßenrand bereitgelegt haben. In den Städten ist es natürlich schwierig, aber wo immer der Straßenverkehr es zulässt, praktizieren die schottischen Kinder diesen Weihnachtsbrauch enthusiastisch. Seinen Ursprung findet er vermutlich in den heidnischen Traditionen rund um die Wintersonnenwende, die später in den christlichen Glauben übernommen wurden.

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Keine Angst vor schottischen Schneebällen

Eindeutig Fake News. Und das ist wohl auch besser so. Wer möchte schon, dass sein Auto mit Schneebällen beworfen wird? Außerdem holen sich die Kinder so keine Frostbeulen. Und Eltern geben ohnehin schon genug Geld für Weihnachtsgeschenke aus.

Eine Weihnachtsgurke als Weihnachtsgeschenk

Weihnachtsbräuche in Amerika – da denkt man gleich an funkelnde Lichterketten, die viele Häuser drinnen und draußen schmücken. Dagegen fällt die kleine, unscheinbare Glasgurke oft gar nicht auf. Vielleicht auch, weil sie dem Strohstern an der Spitze den Vortritt lässt und an einem verdeckten Teil des Weihnachtsbaums baumelt. Das ist die sogenannte Weihnachtsgurke. Und für ihr Schattendasein gibt es einen Grund: Es handelt sich dabei traditionell um das letzte Stück, mit dem der Weihnachtsbaum geschmückt wird. Das Kind, das diese Gurke als Erstes am Weihnachtsbaum findet, bekommt ein zusätzliches Geschenk oder mehr Süßigkeiten. Eltern geben sich deshalb beim Verbergen der Gurke durchaus Mühe.

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Eine wahrlich internationale Weihnachtstradition

Das stimmt. Also so in etwa. Ende des 19. Jahrhunderts haben einige Amerikaner damit begonnen, dekorative Gurken in ihren Weihnachtsbaum zu hängen. Denn sie gingen damals fälschlicherweise davon aus, es handle sich dabei um einen Weihnachtsbrauch aus Deutschland. Laut einer anderen Theorie haben sich diesen vermeintlichen Brauch deutsche Glasbläser ausgedacht, die damals begannen, ihre Waren in die Vereinigten Staaten zu exportieren. Wie auch immer – die Glasgurke ist nun zu einer internationalen Weihnachtstradition avanciert. Denn mittlerweile wird sie auch außerhalb der USA verkauft.

Und Sie dachten, der Weihnachtsmann wäre bunt?

Wenn es im Südosten von Brasilien zur Weihnachtszeit an der Tür klingelt, stehen vor dem Haus keine typischen Sternsinger. Stattdessen haben sich dort Musiker, die Heiligen Drei Könige, ein Fahnenträger und Clowns in extravaganten Kostümen aufgestellt, um ihr Spektakel zu beginnen. Diese scheinbar wild zusammengewürfelte Truppe geht von Tür zu Tür und trägt ihre Lieder vor. Die Clowns haben Masken auf und führen akrobatische Kunststückchen vor. Im Gegenzug erhalten sie Geld oder Essen von den Familien.

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Dieser brasilianische Brauch heißt „Folia de Reis“

Nein, wir haben hier nicht versucht, das Stereotyp des brasilianischen Karnevals nachzustellen. Diesen Brauch namens „Folia de Reis“ (zu Deutsch: Fest der Könige) gibt es wirklich. Er hat seine Wurzeln im späten 18. Jahrhundert auf den Bauernhöfen und Zuckermühlen entlang der Küste und hat sich ins Inland ausgebreitet. Wie bei vielen anderen Weihnachtstraditionen ist es gut möglich, dass auch diese europäische Wurzeln hat – die Historiker diskutieren rege darüber. Das Geld, das die Künstler während der Folia de Reis sammeln, wird meist für ein großes Fest am 6. Januar ausgegeben.

Advent, Advent, die Ziege brennt

Eine riesige brennende Ziege auf dem Dorfplatz würde die meisten Menschen sehr erschrecken. Die Bewohner des schwedischen Ortes Gävle schütteln darüber nur noch den Kopf und murmeln „nicht schon wieder“. Der schwedische Gävlebocken ist ein riesiger Ziegenbock aus Stroh – und eine der umstrittensten Weihnachtsbräuche weltweit. Das Errichten der Ziege ist zu einem Brauch geworden – ebenso die Versuche, den Bock niederzubrennen. Im Grunde geht es alle Jahre wieder um einen Kampf zwischen Feuerwehr und Vandalen. Team Unfug liegt bislang in Führung. Denn es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass der Gävlebocken zerstört oder niedergebrannt wird – teils schon vor seiner Fertigstellung.  

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Strohziege in Schweden – ein echt hartes Schicksal

Ja, auch diesen Brauch gibt es wirklich. Zum Glück ist nicht nur das Anzünden der Ziege zur Tradition geworden, sondern auch ihr Bau. Die Idee kam von einem schwedischen Werbeberater, der eine größere Version des traditionellen Julbocks bauen wollte. Der Julbock ist ein Symbol, das in Nordeuropa verbreitet ist – wobei er heutzutage primär als Weihnachtsdekoration dient. Fun fact: Die erste Ziege wurde vom Bruder des Werbeberaters entworfen. Dieser war Chef der örtlichen Feuerwehr – und seine Kollegen haben die Ziege gebaut.

Weihnachtliche Tradition über den Wolken

Wenn Sie am Weihnachtstag mit der japanischen Fluggesellschaft Tatami Airways fliegen, erwartet Sie eine große Überraschung. Nein, diese Musik kommt nicht aus Ihrem Kopfhörer oder den Lautsprechern. Vielmehr haben es sich die Flugbegleiter zur Tradition gemacht, immer am 25. Dezember Weihnachtslieder zu trällern, während sie hoch über den Wolken das Essen und die Getränke servieren. Diese weihnachtliche Tradition ist noch nicht sehr alt, aber dennoch ausgesprochen beliebt. Viele Passagiere buchen bewusst am 25. Dezember, um an diesem musikalischen Höhenflug teilnehmen zu können.

Eingeführt wurde dieser Brauch im Jahr 1995. Damals flogen ein Pilot der Tatami Airways und seine amerikanische Frau in den Urlaub, um ihren Jahrestag zu feiern. Sie hatten zehn Jahre zuvor am Weihnachtstag geheiratet. Der Pilot ahnte, dass seine Frau die liebgewonnenen Traditionen aus den USA vermissen würde. Also bat er die Crew darum, auf dem Flug einige Weihnachtslieder vorzutragen. Die Amerikanerin war begeistert, wie wohl auch ihre Mitreisenden. Jedenfalls baten im darauffolgenden Jahr viele Passagiere die Crew um eine Neuauflage. Und so entschied der Chef der Fluggesellschaft, jedes Jahr singende Flugbegleiter zu engagieren. Es hat funktioniert: Heute fliegen am Weihnachtstag mehr Menschen mit Tatami Airways als mit jeder anderen japanischen Fluggesellschaft.

 

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Leider zu schön, um wahr zu sein

So sehr wir es uns wünschen würden, aber diese Geschichte stimmt nicht. Weihnachten gilt in Japan nicht als hoher Feiertag. Dennoch wären sicher auch japanische Passagiere von diesem Brauch sehr angetan.

Eine trolle Tradition aus Island

Haben Sie sich schon einmal gesorgt, jemand mit dem illustren Namen Giljagaur (Schluchtenkobold) könnte Ihnen den Milchschaum vom Cappuccino klauen? Oder dass ein kleiner Mann namens Stúfur (Knirps) Ihnen die Reste aus der Pfanne stitbizt? Wenn Sie jetzt lachen, können Sie nicht aus Island stammen. Die „Jólasveinar“ oder Weihnachtsgesellen sind die Söhne von Bergtrollen, die abwechselnd an den 13 Abenden vor Weihnachten jedes Haus in Island heimsuchen. Jeder Jólasveinn hat einen eigenen Charakter und spielt den Bewohnern einen typischen Streich. Bei Þvörusleikir (Kochlöffellecker), Pottaskefill (Topfschaber) and Bjúgnakrækir (Wurststibitzer) gibt schon der Name einen Hinweis darauf, was zu erwarten ist.

Die isländischen Kinder stellen in den Vorweihnachtsnächten traditionell ein Paar Schuhe auf die Fensterbank. Wenn sie artig waren – die Kinder, nicht die Schuhe –, hinterlassen die Jólasveinar ihnen darin Geschenke. Falls nicht, bekommen die Kinder faulige Kartoffeln.

 

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Das ist nicht der einzige seltsame Brauch in Island …

Dieser Weihnachtsbrauch spielt nach wie vor eine große Rolle, besonders für die isländischen Kinder. Gleichwohl waren die 13 Jólasveinar früher viel gefürchteter als heute. Das ging so weit, dass 1746 ein Dekret erlassen wurde. Es untersagte den Eltern, die schaurige Originalfassung der Geschichte zu erzählen. Island hat aber nicht nur die Jólasveinar. Es gibt auch einen Troll, der Kinder zur Weihnachtszeit in Gulasch verwandelt. Außerdem eine riesige Katze, die angeblich alle und jeden frisst, der ein zu Weihnachten geschenktes Kleidungsstück nicht unverzüglich trägt.

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