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Rebelle Rally: im BMW X2 durchs Offroad-Abenteuer

7 min Lesedauer
2.100 Kilometer durch die Wüste Nevadas und Kaliforniens in acht Tagen – bei der Rebelle Rally, der ersten Offroad-Navigationsrallye ausschließlich für Frauen in den USA, haben sich Rebecca Donaghe und Sedona Blinson im neuen BMW X2 dieser Herausforderung gestellt. Hier können Sie das ultimative Abenteuer im digitalen Tagebuch nacherleben.

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BMW X2 M35i xDrive:
CO2-Emissionen: 183–174 g/km (WLTP)
Kraftstoffverbrauch: 8,1–7,7 l/100 km (WLTP)

Kein GPS. Keine Smartphones. Keine digitalen Hilfsmittel. Vor Rebecca Donaghe, Sedona Blinson und ihrem BMW X2 liegt ein so einzigartiges wie herausforderndes Abenteuer: die Rebelle Rally.

Seit der ersten Rebelle-Rally-Ausgabe traten beide bereits mehrfach mit verschiedenen Teamkolleginnen an – für Blinson ist es die achte Teilnahme, für Donaghe die siebte. Donaghe hat schon Siege gefeiert und ist stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Zu ihren jüngsten extremen Abenteuern gehören eine Ozeanüberquerung in einem historischen Großsegler, eine zwölftägige Fahrt mit einem 50-ccm-Mini-Motorrad durch die Mongolei und eine sechstägige, 300 Kilometer lange Paddeltour auf dem abgelegenen peruanischen Amazonas in einem traditionellen Holzkanu. Nach sechs Rebelle-Rally-Teilnahmen als Navigatorin wechselt Donaghe dieses Mal auf den Fahrersitz.

Auto fahren und an Fahrzeugen schrauben war schon früh eine große Liebe von Blinson. Mit der Geburt ihres zweiten Kindes kam die Suche nach einem Ausgleich und einer Herausforderung zugleich hinzu – und sie wurde beim Offroad-Fahren fündig. Abenteuer ist für sie, „eine Gelegenheit zu sehen, die fast beängstigend ist, und trotzdem Ja zu ihr zu sagen“.

Offroad fahren ist Freiheit. Und Abenteuer bedeutet, persönlich zu wachsen – auch über sich hinaus.
Rebecca Donaghe und Sedona Blinson
Rebelle Rally, Rebecca Donaghe, Sedona BlinsonRebelle Rally, Rebecca Donaghe, Sedona Blinson
Meistern gemeinsam im BMW X2 das Abenteuer Rebelle Rally: Rebecca Donaghe (links) und Sedona Blinson.
5 Fakten

Das ist die Rebelle Rally

  • Die Rebelle Rally ist die erste Offroad-Navigationsrallye nur für Frauen in den Vereinigten Staaten.
  • Die Rebelle Rally führt über 2.100 Kilometer durch forderndes Terrain in der Wüste von Nevada und Kalifornien.
  • Der Wettbewerb erstreckt sich über acht Tage.
  • Die Rally verbindet die Freude am Autofahren mit der ultimativen Herausforderung der präzisen Navigation – es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern die Kunst des Offline-Orientierens.
  • Die Rebelle ist ein Wettbewerb für Originalfahrzeuge, keine Rennwagen. Straßenzulassung, minimale Modifikationen.

Start der Rebelle Rally 2023 ist Mammoth Mountain Resort in Mammoth Lakes, Kalifornien (➜ Lesen Sie auch: Food-Roadtrip Kalifornien).  Das Ziel: Imperial Sand Dunes nahe der mexikanischen Grenze.

Was beide Frauen bewegt hat, an der Rebelle Rallye teilzunehmen? Sich der ultimativen Herausforderung zu stellen! „Es ist ein einzigartiges Ausdauerabenteuer“, erklärt Donaghe. „Die Rebelle Rally erfordert eine komplexe Strategie, Problemlösung, körperliche und geistige Stärke. Dazu Ausdauer, Vertrauen und Kommunikation ebenso wie Anpassungsfähigkeit und Konzentration. Es zwingt mich aus meiner Komfortzone heraus. Ich liebe die Möglichkeit, durch Widrigkeiten und Extreme persönlich zu reifen. Die Rebelle Rally ist darauf ausgelegt, die eigenen Grenzen aufzuzeigen – und sie zu überwinden. Das Auto wird dabei zu deinem vertrauenswürdigen dritten Teamkollegen. Ich finde es beeindruckend, dass ein Hersteller dazu bereit ist, ein neues Auto auf diesem ultimativen Testgelände zu erproben.“

Der neue BMW X2 stand bei seiner Premiere also vor einer enormen Herausforderung, die die Ausdauer und Zuverlässigkeit des Fahrzeugs auf die Probe stellen würde. Und dafür wurde der BMW X2 modifiziert.

Das Fahrzeug für die Rebelle Rally

So wurde der BMW X2 umgerüstet

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Der BMW X2 bei der Rebelle Rally

Navigations-Künste wichtiger als Tempo

Rebelle Rally KarteRebelle Rally Karte

Eine gute Vorbereitung ist unerlässlich. Schließlich geht es bei der Rebelle Rally nicht um Geschwindigkeit (➜ Lesen Sie auch: Von 0 auf 100 – alles zur Beschleunigung). Stattdessen handelt es sich um einen Wettbewerb, der auf dem Suchen und Finden des richtigen Kurses und versteckter Kontrollpunkte unter Verwendung von Karten, Kompass und Roadbook basiert. Da beide vor dem Start der Rallye kaum Gelegenheit hatten, gemeinsam zu trainieren, stieg vor der ersten Etappe die Nervosität – denn auch die Fahrt im BMW X2 würde ihre erste sein. Vor ihnen lag unbekanntes Terrain, in jeder Hinsicht.

„Durch die Abenteuer, die ich erlebe, hat sich mein innerer Kompass weiterentwickelt“, sagt Donaghe. „Ich fühle mich viel wohler mit Unsicherheit, dem Eingehen von Risiken und Fehlern. Ich nutze eine Herausforderung wie die Rebelle Rally, um den Umgang mit Ängsten zu üben. Ich weiß dadurch: Ich kann Grenzen überschreiten.“

Wie das Abenteuer Rebelle Rally für Rebecca Donaghe und Sedona Blinson verlief, hat Rebecca im digitalen Tagebuch zum Nacherleben niedergeschrieben.

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Tag 1: Prolog mit Sonnenfinsternis

Zum Auftakt geht es gleich richtig zur Sache. Man bekommt ein Gefühl dafür, welche Herausforderungen auftauchen könnten. Das Navigieren in den bewaldeten Gebieten ist schwierig. Sedonas und meine Abläufe müssen sich noch finden. Zwei starke Persönlichkeiten und Navigatorinnen müssen lernen, Kompromisse einzugehen. Wer trifft wann eine Entscheidung? Tag 1 in bewaldetem Gebiet ist also anspruchsvoll. Steile Auf- und Abfahrten fordern uns heraus, Zeit zu gewinnen und die Lenkwinkel so zu wählen, dass der BMW X2 in den tiefen Spurrillen der Trails nicht beschädigt wird. Ein paar Mal nutzen wir unsere Anfahrtshilfen-Boards als Brücken, um Beschädigungen an den Reifen zu vermeiden. Das Fahrzeug und wir lernen uns mit jedem Kilometer besser kennen. Unser persönliches Highlight: Wir erleben, sicher dank Schutzbrille, eine Sonnenfinsternis. Was für ein Ereignis!

Tag 2: Als Etappensieger in die Geisterstadt

Ein Rückschlag: In den sogenannten Spaghetti-Trails verlieren wir die Orientierung und damit viel Zeit. Wir müssen einen Checkpoint in der Punktewertung links liegen lassen. Unter Zeitdruck bestimmen wir den nächsten Anlaufpunkt. Und holen auf. Wir machen Fortschritte als Team. Mit Geschwindigkeit und Genauigkeit pushen wir den BMW X2 durch die kurvigen Trails, machen auf der Fahrt von der Höhe hinab ins Tal Zeit gut, unterbieten sogar die Zeiten der Führenden. Und gewinnen diese Etappe! Das Siegergetränk im Saloon der Geisterstadt belohnt uns für die Strapazen. Unsere Erkenntnis: Das Zusammenwachsen als Team sorgt für gute Ergebnisse und Laune.

Tag 3: Auf Abwegen

Nach einem erfolgreichen Tag 2 starten wir zuversichtlich – und wohl etwas übermütig – in die neue Etappe. Statt einer langen, aber wahrscheinlich reibungslosen Fahrt zu Checkpoint 12 entscheiden wir uns für einen Orientierungspunkt, der in der Mitte eines kleinen, felsigen Canyon-Passes zu liegen scheint. Wir glauben, der Herausforderung gewachsen zu sein. Doch Regenfälle haben die Schlucht ausgewaschen und die Felsen völlig freigelegt. Wir verbringen über eine Stunde damit, kleine Felsbrocken aus dem Weg zu räumen und Steinbrücken zu bauen, um die schwierigsten Abschnitte zu passieren. Es war die falsche Entscheidung, wir bekommen keine Punkte, verlieren viel Zeit. Dennoch: Den BMW X2 erfolgreich durch die felsige Schlucht zu bringen und mit unglaublichem Grip und Geschwindigkeit dahinrauschen zu lassen, um möglichst viel Zeit gutzumachen, ist ein beflügelndes Gefühl. Merke: Nicht übermütig werden.

Tag 4: Mut am Tiefpunkt

An diesem Tag funktioniert einfach nichts. Bereits in den ersten zehn Minuten biegen wir falsch ab. Der Druck, Zeit aufzuholen, bringt uns, wie auch das Auto, an die Grenzen. Kurz nach dem Start lockert sich auf felsiger Piste eine Schraube des Dachgepäckträgers, der kurz davor ist, abzufallen. Unter Zeitdruck sichern wir ihn mit Kabelbindern. Wir kommen jedoch nicht wirklich in die Gänge, verpassen Wegpunkte. Und müssen uns auch als Team rekalibrieren. Nichts scheint richtig zu laufen. Wir bleiben stecken und müssen uns Hilfe zur Bergung holen. Dennoch: Am Ende dieses katastrophalen Tages können wir stolz darauf sein, alles gegeben zu haben. Das macht Mut.

Der BMW X2 meisterte selbst die anspruchsvollsten zerfurchten Wege mit Leichtigkeit, Handling und Komfort.
Rebecca Donaghe und Sedona Blinson

Rebelle Rally – der BMW X2 in seinem Element

Auf der Rebelle Rally wachsen Passagiere und Fahrzeug zusammen. „Handling, Motorleistung und Drehmoment – die Leistung ist da, wenn man sie braucht, besonders bei steilen Anstiegen“, sagt Donaghe. „Dazu die Agilität der Lenkung bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, um Hindernissen auszuweichen, eine großartige Beschleunigung und starke Bremsen. Zudem gibt es viel Platz für Navigatorin Sedona auf dem Beifahrersitz und jede Menge Stauraum für unsere gesamte Offroad-Ausrüstung. Wir fühlen uns mit dem Fahrzeug und seiner Reaktion auf das Gelände verbunden.“

Was einen modernen Rebellen auszeichnet? Für die Pilotinnen ist es die Eigenschaft, keine Angst davor zu haben, sich Konventionen zu widersetzen. „Man trifft mutige Entscheidungen (➜ Lesen Sie auch: Freeing Gaia Podcast) und hat keine Angst davor, allein etwas Neues zu erleben oder etwas anderes auszuprobieren.“

Tag 5: Reibungspunkte im Nirgendwo

Die Tage 5 und 6 sind Marathon-Etappen mit Kontrollpunkten, die wir außer der Reihe anfahren können. Strategie und Entscheidungsanalyse sind nötig, aber wir sind zuversichtlich und schlagen uns gut. Mitten auf der Fahrt kostet uns ein Fauxpas kostbare Zeit: Ich vergesse nach einer Pause meinen Helm, der noch auf dem BMW X2 liegt. Beim Losfahren landet dieser im Staub. Rund 20 Minuten kostet der Umweg, um den Helm wieder aufzusammeln. Die Uhr tickt. Inmitten eines ausgetrockneten Sees liegen dann die Nerven blank. Frustration und ein Streit über die gewählte Route waren nur eine Frage der Zeit, doch wir reißen uns zusammen. Der BMW X2 meistert das raue Johnson Valley mit Bravour. Und trotz Rückschlägen und Zeitverlusts gewinnen wir die Tages-Etappe! Wichtige Erkenntnis: Gehe nie wütend schlafen. Sedona und ich setzen uns nach dem Abendessen zusammen, um uns auszusprechen und den Rest unserer Kontrollpunkte in ihrem Zelt bei Lagerlicht zu planen. Das sorgt für neuen Antrieb.

Tag 6: Nicht den Kopf in den Sand stecken

Nach den Strapazen im unbarmherzigen Sand der Wüste von Tag 3 setzen wir unser Vertrauen in den BMW X2 und das Justieren der Fahrwerkseinstellungen. Was auf Asphalt eine gute Hilfe ist, kann unter den speziellen Offroad-Bedingungen eher hinderlich sein. Also entscheiden wir, Sicherheitseinstellungen und Hilfssysteme zu deaktivieren. Es funktioniert! Auf dem Weg zum Checkpoint über eine hohe Düne kriechen wir durch Felsen und surfen förmlich über Sand. Und die Wahl unserer Route zahlt sich aus, der BMW X2 lässt sich durch das härteste Gelände der Rallye manövrieren, als ob er hierfür gebaut worden wäre. Am Ziel glauben wir es kaum: Wir haben schon wieder die Etappe gewonnen!

Tag 7: Gemeinsam gegen alle Widrigkeiten

Als Zweitplatzierte unserer Klasse gehen wir in den letzten Tag der Rallye. Wir können nicht ahnen, was alles auf uns zukommen wird. Bereits früh verlieren wir die Orientierung, verschwenden Zeit und Treibstoff auf der Suche nach einem Kontrollpunkt. Dieser erfordert die Überquerung eines Kanals, den wir auf den Karten nicht erkennen. Nach stundenlangem Fahren in brütender Hitze in weichem und heißem Sand überhitzt der BMW X2 bei diesen Extrembedingungen. Wir müssen stoppen, um Motor und Verteiler abkühlen zu lassen – kostbare Zeit geht verloren. Als wir tiefer in die Region um Glamis eintauchen, geht uns der Sprit aus. Die Strafe für das Tanken auf der Strecke und die Zeit, die wir mit dem Warten darauf verschwenden, fühlt sich nach all den Anstrengungen wie ein Schlag in die Magengrube an. Zweimal bleiben wir zudem im Sand stecken, können uns aber befreien. Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Bis ins Ziel. An dem wir erfahren: Wir verteidigen den zweiten Platz in der X-Cross-Gesamtwertung. Ein Sieg über alle Widrigkeiten, den wir gebührend feiern.

Rebelle Rally – eine Reise zu sich selbst

Die Rebelle Rally fordert Führungsqualitäten, offenbart Stärken und Schwächen. Sie zeigt Verletzlichkeit auf, fördert Teamwork, Kommunikation, Selbstständigkeit und Verbundenheit. Und sie zwingt einen dazu, sowohl sich selbst als auch den Teamkollegen zu vertrauen, Grenzen zu überwinden, sich aus scheinbar ausweglosen Situationen zu befreien. „Der nächste Checkpoint kann stets ein Neustart sein“, sagt Donaghe. „Und das gilt Tag für Tag. Dieses Abenteuer absolviert man für sich selbst. Man freut sich auf den nächsten Morgen, um zu sehen, wie weit man diesmal über sich hinauswachsen kann.“

Autor: Markus Löblein; Art: Madita O’Sullivan; Fotos & Videos: BMW

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