Bimmer, Beemer und Beamer – wie der BMW seine Spitznamen bekam

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„Bimmer“, „Beamer“ oder „Beemer“ sind geläufige Spitznamen für Fahrzeuge von BMW. Doch woher stammen die Kosenamen? Wir erklären den Ursprung der Bezeichnungen und was Motorradrennen damit zu tun haben.

Bis vor einigen Jahren waren die Begriffe „Beamer“, „Beemer“ und „Bimmer“ nur im englischen Sprachraum bekannt. Mittlerweile verwenden Petrolheads auf aller Welt diese Spitznamen für BMW.

Ein wichtiger Unterschied: „Beamer“ und „Beemer“ meinen eher BMW Motorräder, „Bimmer“ hingegen steht für BMW Automobile.

Der Ursprung des Spitznamens Beamer

Der Spitzname „Beamer“ stammt aus Großbritannien – und diente ursprünglich zur Abgrenzung von einem britischen Hersteller*, dessen Motorräder den Spitznamen „Beezer“ trugen. Doch auch Motorräder von BMW erzielten auf der Insel große Erfolge, unter anderem bei den „Isle of Man TT Races“.

So gewann etwa Georg „Schorsch“ Meier 1939 auf der BMW 255 Kompressor als erster Nicht-Brite die prestigeträchtige Senior-TT. Ihm folgte in den Nachkriegsjahren eine lange Siegerliste von BMW Gespannen. Insgesamt errangen bis zum Ende der Rennen mit WM-Status im Jahr 1976 weitere Fahrer wie Walter Schneider, Max Deubel, Siegfried Schauzu oder Klaus Enders 26 Siege auf einer BMW.

 

Die BMW „Beemer“ waren auch auf den britischen Inseln erfolgreich.

Im Laufe der Jahre prägten die Fahrer und Motorsportfans analog zu „Beezer“ für die BMW Motorräder den Kosenamen „Beemer“. Der Kosename „Beemer“ ermöglicht es außerdem, den Namen BMW in einem Wort auszusprechen. Er enthält zwei der drei Buchstaben aus der Abkürzung BMW, nur nicht das im Englischen sperrig zu formulierende W („Double-U“).

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Walter Schneider und Hans Strauß 1958 auf der Isle of Man.
Walter Schneider und Hans Strauß 1958 auf der Isle of Man.
Walter Zeller galt neben Georg „Schorsch“ Maier als einer der populärsten Fahrer von BMW auf der Isle of Man.
Eines der bekanntesten Motorräder seiner Zeit war das Modell 255 von BMW.

Im angelsächsischen Raum wurde die Bezeichnung „Beemer“ für BMW Motorräder schnell immer beliebter. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus der Spitzname „Beamer“. Dessen Ähnlichkeit zum englischen Wort Beam („Strahl“, „Balken“) ist zufällig. Im Heimatland von BMW hat sich übrigens nie ein eigener Spitzname herausgebildet. Das liegt wohl auch daran, dass sich die Abkürzung BMW im Deutschen kurz und bündig aussprechen lässt.

Wie aus „Beamer“ „Bimmer“ wurde

Der Spitzname „Bimmer“ entstand in den 1970er-Jahren. Damals wurden auch in den Vereinigten Staaten BMW Automobile immer populärer. Die US-Amerikaner hatten die Autos von BMW zunächst wie die Motorräder auch „Beamer“ genannt – mit Ausnahme des BMW Clubs „Boston Chapter“. Dessen Newsletter trug bereits seit den Siebzigern den Titel „Bimmer“. Mit genau demselben Namen kam dann – unabhängig vom Boston Chapter – in den USA auch eine Zeitschrift für BMW Fans auf den Markt. So setzte sich der Spitzname „Bimmer“ für die Autos der Marke BMW durch. Er ist heute weltweit gebräuchlich – unter Autofans sogar in Deutschland.

Mit der Markteinführung der dritten Generation des BMW 3er verbreitete sich „Bimmer“ weltweit als Spitzname für BMW Automobile.

Warum ein BMW in China „kostbares Pferd“ genannt wird

Neben dem „Bimmer“ im englischen Sprachraum entwickelte sich auch in China ab den 1990er-Jahren ein Spitzname für Autos von BMW: „Bao-ma“ (gesprochen bau-mah). Wörtlich übersetzt bedeutet der Spitzname „kostbares Pferd“. 

In der chinesischen Kultur gelten Pferde als heilige Kreaturen von hohem Wert und bedeuten einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten.

Heute hat das Auto das Pferd als Fortbewegungsmittel weitestgehend ersetzt und damit auch seinen Wert als Statussymbol in der chinesischen Kultur übernommen. Besonders mit der Marke BMW werden Wohlstand und Reichtum verknüpft.

Warum heißt BMW „Bimmer”?

Der Spitzname „Bimmer“ für Autos von BMW entstand in den USA. Er leitet sich von „Beamer“ beziehungsweise „Beemer“ ab. So wurden seit den 1960er-Jahren in Großbritannien, später weltweit die Motorräder von BMW genannt. In den 1970er-Jahren erschienen dann unter dem Titel „Bimmer“ sowohl eine Zeitschrift für BMW Fans als auch der Newsletter eines BMW Clubs aus Boston.