WLAN im Auto: Wie kann es funktionieren?

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WLAN im Auto – Was zunächst nach einer praktischen Errungenschaft und endlosem Surfen für Mitfahrer klingt, kann auch für den Fahrer einen Mehrwert bieten und könnte schon bald unseren Arbeitsplatz revolutionieren. Kollaborationstools ermöglichen eine ortsunabhängige Zusammenarbeit, problemlose Kommunikation und einen sicheren Austausch von Dokumenten. Arbeit lässt sich – eine stabile Verbindung zum Internet vorausgesetzt – zu Hause, im Park, im Café oder am Strand ebenso bewältigen wie im Zug oder im Auto. Erst recht, wenn man die Fortschritte des autonomen Fahrens bedenkt. Gerade für Neuwagenkäufer wird WLAN daher immer mehr zu einem wichtigen Entscheidungsargument, wenn nicht gar zu einer Grundvoraussetzung.

WLAN im Auto: Die Möglichkeiten

Auch die beste Netzabdeckung hilft nichts, wenn Sie in Ihrem Fahrzeug überhaupt keinen Internet-Zugang herstellen können. Im Wesentlichen gibt es 2 Möglichkeiten, um in den Genuss einer Internetverbindung innerhalb des Autos zu kommen:

1.     Fest integriertes WLAN im Auto

2.     WLAN im Auto nachrüsten

Fest integriertes WLAN im Auto

Im Idealfall verfügt Ihr Fahrzeug bereits über ein fest integriertes WLAN. In allen BMW Neuwagen ist beispielsweise eine eingebaute SIM-Karte fester Bestandteil, um eine WLAN-Verbindung herstellen zu können. Die Insassen können so im Internet surfen oder Streamingdienste für Musik und Videos nutzen. Hierzu können Sie wahlweise ein beliebiges Gerät mit dem WLAN verbinden oder auf das eingebaute Infotainmentsystem zurückgreifen. Bei letzterem sind aus Sicherheitsgründen die Funktionen während der Fahrt eingeschränkt.

WLAN im Auto nachrüsten

Die wohl bequemste und einfachste Lösung ist das fest integrierte WLAN. Sollte Ihr Fahrzeug allerdings (noch) nicht über diese Möglichkeit verfügen, können Sie mit folgenden 2 Varianten eine Internetverbindung herstellen.    

Der mobile Hotspot: Eine Alternative zum WLAN im Auto

Moderne Smartphones verfügen mittlerweile weitgehend über eine Hotspot-Funktion, in Fachkreisen auch Tethering genannt. Auf diese Weise kann das Smartphone zusätzlichen Geräten die Nutzung der eigenen Mobilfunkverbindung ebenfalls gestatten.

Gleiches gilt für Laptops und Tablets: In einigen Modellen, beispielsweise in manchen iPads, lässt sich direkt eine SIM-Karte einlegen; andere Geräte lassen sich über den USB-Slot mit einem Surfstick nachrüsten.

Leider gibt es bei der mobilen-Hotspot-Methode auch Nachteile:
 

  • Zum einen verbraucht das Tethering verhältnismäßig viel Strom, woran Sie vor Fahrtbeginn denken sollte. Bei älteren Autos, die über keinen USB-Port zum Aufladen verfügen, hilft ein Adapter, der sich mit dem Zigarettenanzünder verbinden lässt.
  •  Zum anderen wird durch die Nutzung mehrerer Geräte entsprechend mehr Datenvolumen verbraucht. Sollte der Tarif darauf nicht ausgelegt sein, müssen Sie entweder Volumen nachbuchen oder eine Reduzierung der Geschwindigkeit beim Surfen im Internet in Kauf nehmen. Gegebenenfalls kann sich die Anschaffung einer 2. SIM-Karte mit einem gesonderten Datentarif lohnen.
  • Speziell bei der Laptop-Variante kann auch der Platzbedarf zu einem Problem werden. Diese müssen nämlich in der Regel aufgeklappt sein, um einen Hotspot zur Verfügung zu stellen.

WLAN im Auto über mobile Router

Weniger problematisch sind mobile Router, deren Funktion eben genau darin besteht, mehreren Geräten WLAN zur Verfügung zu stellen. Sie müssen lediglich noch an die Stromversorgung denken. Bei einer geplanten Reise ins Ausland sollten Sie zusätzlich vorher unbedingt darauf achten, dass Sie den Datentarif auch in jenen Ländern nutzen können.    

Mehr als WLAN im Auto: Connectivity Services

Connectivity-Dienste bieten dabei noch weit mehr als die Verfügbarkeit des Internets im Auto. Mit ihrer Hilfe soll sich das Fahrzeug komplett in das digitale Leben des Menschen integrieren.

Der Connectivity-Dienst von BMW nennt sich BMW ConnectedDrive und bietet Ihnen unter anderem ein grenzenloses Surfvergnügen in LTE-Geschwindigkeit für bis zu zehn Endgeräte im Telekom-Netz an. Um diesen Dienst zu nutzen, benötigen Sie mindestens die Basisvariante Connected Package und die Telefonie mit Wireless Charging.  Das Connected Package beinhaltet unter anderem folgende Dienste:

  • Mit Remote Services lassen sich verschiedene Funktionen per Smartphone-App oder über das BMW-Callcenter ausführen.
  • Der Informationsdienst BMW Online vermittelt Ihnen weltweit wissenswerte Informationen auf Ihrer Strecke oder an Ihrem Zielort.
  • Dank BMW Connected+ können Sie die Route vom Smartphone aus an das Auto übertragen und die voraussichtliche Ankunftszeit mit anderen teilen.
  • Erfragen Sie bei der BMW Offboard-Sprachverarbeitung das Wetter, teilen Sie Ihr Reiseziel und bitten Sie um ein wenig Jazzmusik. Lassen Sie sich dabei aber nicht vom aktuellen Verkehr ablenken und verschicken Sie Nachrichten nur, wenn es die jeweilige Situation zulässt.

Alle Details unserer ConnectedDrive Packages erfahren Sie hier.

Mit 5G zu mehr Konnektivität auf dem Weg zum autonomen Fahren

Mit der Einführung des Mobilfunkstandards 5G als Nachfolger von LTE soll eine der Weichen hin zum autonomen Fahren gestellt werden. Durch diese Innovation könnte das Internet im Auto mehr als nur eine praktische Errungenschaft bedeuten: Es könnte unser Verständnis von Mobilität nachhaltig verändern. Allerdings ist 5G bis auf einen kleinen Testabschnitt auf der A9 in Deutschland noch nicht vorhanden. Die ersten wenigen Funkmasten sollen frühestens Ende 2019 aufgestellt werden; mit einem großflächigen Ausbau ist erst ab 2020 zu rechnen. Weiter ist man da schon in den USA und Südkorea: In Chicago, Minneapolis und der Metropolregion Seoul stehen bereits seit Anfang April 2019 die ersten öffentlichen Netze für Smartphone-Nutzer zur Verfügung.

Dieser neue Mobilfunkstandard kann der Konnektivität des Fahrzeugs einen immensen Schub geben. Die deutlich schnellere Übertragungsgeschwindigkeit und das höhere Übertragungsvolumen erlauben dabei nicht nur das Streamen von hochaufgelösten Filmen auf mehreren Endgeräten oder das Aktualisieren von Kartendaten nahezu in Echtzeit. Vielmehr gilt 5G als der Übertragungsstandard, der dem Internet der Dinge zum Durchbruch verhelfen wird und die Konnektivität des Fahrzeugs auf eine ganz neue Stufe stellt. Alle möglichen Geräte können sich nun miteinander vernetzen und ein gigantisches Datenvolumen nahezu in Echtzeit untereinander austauschen.

5G gilt deshalb als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum autonomen Fahren, da das Fahrzeug so nicht länger nur auf seine eigens erhobenen Sensordaten angewiesen ist. Es könnte sich mit Gegenständen in seiner Nähe verbinden und deren Daten nutzen, um entsprechend vorausschauender zu agieren. Miteinander vernetzte Fahrzeuge können frühzeitig ihre Absichten kommunizieren, wodurch Unfälle vermieden und der Verkehrsfluss optimiert wird.

Auch heute gibt es schon Fahrzeuge, die unter den richtigen Rahmenbedingungen einige Situationen autonom bewältigen können. Das autonom fahrende Auto wird sämtliche Fahrfunktionen übernehmen können. Somit könnte das Auto der Zukunft schon während der Fahrt und für alle Insassen zu einem Büro oder Entertainmentsystem auf Rädern werden (→ Mehr zum Auto der Zukunft).

Vom WLAN im Auto zum Auto der Zukunft

Es steht außer Frage, dass die Nutzung von integriertem oder nachgerüstetem WLAN im Auto eine praktische Innovation ist. Gerade das fest integrierte WLAN verdeutlicht einen Wandel, den die Fahrzeuge aktuell durchlaufen. Wo wir gegenwärtig das Auto noch rein zur Fortbewegung verwenden, soll das autonome Fahren in Zukunft neue Möglichkeiten auftun: Vom mobilen Büro über Entertainment bis hin zur Konnektivität ist WLAN im Auto einer der ersten Schritte zu diesen Zielen.

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