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Traumfahrt: Unterwegs mit dem neuen BMW 8erTraumfahrt: Unterwegs mit dem neuen BMW 8er

Traumfahrt: Unterwegs mit dem neuen BMW 8er

9 min Lesedauer
Ein Fahrerlebnis wie kaum ein anderes auf der Welt – in einem Automobil, das für sich selbst spricht: Begleiten Sie unseren Gastautor Andrew Maness auf seiner Reise von München bis zum Comer See. Mit dabei: der neue BMW 8er.

30. Juni 2022

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BMW 8er Reihe München Comer See Schweiz Alpen BMW 8er Reihe München Comer See Schweiz Alpen

Das tiefe, bedrohliche Grollen des Donners hallte von den gewaltigen Bergen in der Ferne wider und holte mich zurück in die Realität. Vor diesem dramatischen Moment, den Mutter Natur uns schenkte, hatte ich gedankenverloren das Tal betrachtet, in dem ich mich befand. Ich stand da mit offenem Mund, die Kamera unten und war tief beeindruckt von der Landschaft. Ich fragte mich, wie es gewesen wäre, in der Frühzeit der Menschheit diesen atemberaubenden Winkel der Erde zu entdecken.

Bevor ich diesem Gedanken weiter nachgehen konnte, erleuchteten Blitze den dunkel werdenden Himmel, gefolgt von einem markerschütternden Donnerschlag. Mir schien es ratsam, zum Auto zurückzugehen – eine Entscheidung, die sich schon kurz darauf als klug erwies. Vom behaglichen Innenraum des BMW 840i Coupé (➜ Lesen Sie auch: THE 8 X JEFF KOONS: Wenn ein Traum wahr wird) aus konnte ich nicht nur den einsetzenden Hagel bewundern, ich hatte auch Gelegenheit, über die großartigen vier letzten Tage nachzudenken.

Die Wahrheit ist schlicht und einfach, dass BMW keine langsamen Fahrzeuge baut, allenfalls welche, die etwas weniger schnell sind.
Andrew Maness

Der Stoff, aus dem Träume sind

Ich landete in München an einem jener schönen Frühlingstage, die einen bereits an den Hochsommer denken lassen. Die warmen Temperaturen und der klare Himmel begleiteten unsere Gruppe von Journalisten und Redakteuren während der ganzen Fahrt bis zum Comer See. Dort wollten wir im Grandhotel Villa d’Este die visuellen und akustischen Eindrücke des Concorso d’Eleganza aufnehmen (➜ Lesen Sie auch: Jeff Koons: Die Bedeutung von allem). Nachdem die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie 2020 abgesagt und 2021 im Oktober veranstaltet worden war, fand sie in diesem Jahr wieder wie gewohnt im Mai statt. Man hätte denken können, dass ich möglichst schnell ans Ziel kommen wollte, da mich am Ende der Reise ein derart spezielles Event erwartete. Doch wie so oft war auch bei diesem Trip schon der Weg das Ziel.

Bei strahlendem Sonnenschein sah ich München schnell im Rückspiegel verschwinden. Es war die erste Gelegenheit, das BMW M850i xDrive Gran Coupé einem Test zu unterziehen. Als junger Autofan in den USA habe ich früher immer davon geträumt, in exotischen Fahrzeugen auf freien Abschnitten der deutschen Autobahn zu fahren. Als ich dann endlich nach Deutschland kam und das Verkehrsschild mit den fünf diagonalen Linien („Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung“) sah, war es an der Zeit, den einen oder anderen Traum wahr werden zu lassen. Ich bin inzwischen etwas reifer geworden und habe das BMW 8er Gran Coupé nur ein- oder zweimal (okay, vielleicht ein paar Mal mehr …) für ein kurzes Stück gefordert – aber das war natürlich alles nur zu Forschungszwecken.

BMW 8er Reihe München Comer See Schweiz Alpen BMW 8er Reihe München Comer See Schweiz Alpen
CO2-Emission 251 – 191 g/km (kombiniert)
Kraftstoffverbrauch 11,0 – 8,4 l/100 km (kombiniert)

Die Wahrheit ist schlicht und einfach, dass BMW keine langsamen Fahrzeuge baut. Allenfalls welche, die etwas weniger schnell sind. Zu diesen Fahrzeugen gehört das BMW M850i xDrive Gran Coupé sicher nicht. Es zieht und zieht und zieht. Ich glaube, dass niemand die Kunst der Turboaufladung so gut verstanden hat wie BMW. Das sieht man auch beim BMW 8er Gran Coupé, das den Ziffern auf der digitalen Anzeige in einem Wimpernschlag weitere Stellen hinzufügt. Fahrzeuge, die immer wieder auf so rasante Weise Emotionen wecken können, sind eines der großen Wunder des modernen Zeitalters. Wiederholt habe ich auf dieser Fahrt zu mir selbst gesagt: „Was für eine Art zu reisen!“ Und es kickt mich wirklich, dass ein Fahrzeug, das so viel Komfort bietet, auch auf einigen der spektakulärsten Straßen einfach nur Spaß macht.

Ultimative Fahrmaschinen

Als ich in Garmisch-Partenkirchen die Autobahnausfahrt erreichte, blieb mir nur noch eines zu tun, um den maximalen Spaßfaktor zu garantieren: Ich öffnete die Navigationseinstellungen mit dem iDrive, wählte „Mautstrecken vermeiden“ und „Autobahnen vermeiden“ und wählte die Route mit den meisten Kurven aus. Ich wählte eine etwas andere Strecke als meine Mitreisenden. Ich entschied mich, durch St. Moritz zu fahren, um einen Blick auf den Silvaplanersee zu werfen. Da hatte ich noch keine Ahnung, dass die „offizielle Route“ uns am nächsten Tag über den Julierpass führen würde und ich ohnehin das ganze Tal gesehen hätte.

Niemals würde ich mich aber darüber beschweren, eine so fantastische Straße zweimal entlangzufahren. Ich bin sogar dankbar dafür, dass ich unser Hotel von Süden aus erreichte. Als wir am nächsten Morgen die Stadt in nördlicher Richtung verließen, um nach einer Rückwärtsschleife noch einmal den Julierpass auszutesten, war das Panorama komplett anders. Im strahlenden, belebenden Morgenlicht wirkten die Kurven und Geraden intensiver als im sanften Schein der Dämmerung. Und meine Einstellung am Lenkrad hatte sich ebenfalls ziemlich verändert.

BMW 8er Reihe München Comer See Schweiz Alpen BMW 8er Reihe München Comer See Schweiz Alpen

Zu diesem Zeitpunkt beeindruckten mich die Fähigkeiten des BMW M850i xDrive Gran Coupé am meisten. Ich konnte mühelos den legendären Malojapass überqueren, bevor ich die Grenze zu Italien passierte. Es gibt wohl kaum eine bessere Möglichkeit, drei Personen bequem durch die Alpen zu fahren, während sich eine Person am Steuer amüsiert. Auf diesen Reisen, bei denen es so viel zu sehen gibt und so wenig Zeit, um alles zu sehen, ist es mein Ziel, dennoch so viele neue Perspektiven wie möglich zu sammeln. Auf jeden Fall bekam ich einen neuen Eindruck vom BMW 8er.

Als ich dann beim BMW „Wheels & Weißwurst“-Event auf dem Gelände der Villa Erba zwischen den vielen klassischen M Modellen umherspazierte, sah ich die Dinge noch einmal in ganz anderem Licht. Hier kam die Leidenschaft der Sammler und Fans voll zur Entfaltung: Von verschiedenen BMW M535i (E28) bis zu den M3 CSL (E46), von etlichen BMW M2 Modellen hin zu einem BMW M635CSi – die Liebe zur „ultimativen Fahrmaschine“ war überall spürbar. Doch das bloße Besichtigen klassischer Modelle reicht nicht aus, um die DNA der Marke wirklich zu verstehen. Dazu muss man sich schon ans Steuer der Ikonen setzen.

Zum Glück konnte ich genau das tun, denn während meines Aufenthalts am Comer See hatte ich Gelegenheit, einige Vorläufer des BMW 8er Gran Coupé selbst zu erleben …

Legenden und moderne Ikonen

Wenn Sie dies Zeilen lesen, wissen Sie bestimmt, warum der BMW M1 und der BMW 3.0 CSL von Autofans auf der ganzen Welt so geschätzt werden. Sie brauchen keine Einführung. Ihre Geschichte ist in Stein gemeißelt, sie sind Legenden.

Was kann ich also noch dazu sagen? Ganz einfach, dass in beiden Fällen das Beste von BMW verwirklicht ist und dass der Hype um diese Maschinen in jeder Hinsicht berechtigt ist. Als ich sie in Italien gefahren bin, verstand ich besser als bei jedem anderen von mir gefahrenen klassischen BMW Modell, aus welcher Tradition heraus aktuelle BMW Fahrzeuge entstehen.

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So einschüchternd der BMW M1 erscheinen mag, er ist eine echte Sahneschnitte. Sofern Sie mit einem manuellen Dogleg-Schaltgetriebe vertraut sind, ist das Automobil selbst auf engen italienischen Straßen leicht zu fahren. Sie werden dabei völlig eins mit ihm, wie es nur in wenigen anderen Fahrzeugen geschieht (➜ Lesen Sie auch: Klassische Rennwagen: BMW Legenden). Und es zieht zu Recht die Aufmerksamkeit auf sich – besonders in der naturweißen Lackierung, die das von mir gefahrene Exemplar trug. Es bietet pure Design-Exzellenz à la Giorgio Giugiaro. Als ich den hochdrehenden 6-Zylinder-Reihenmotor an den Ufern des Comer Sees ertönen ließ, hatte ich das Gefühl, dass die Leute beim Anblick des Autos genauso geschockt waren, wie es wahrscheinlich in den späten 1970ern der Fall gewesen war. Schade, dass die Geschichte nicht anders verlaufen ist und der BMW M1 keine echte Chance als Serienfahrzeug oder Rennwagen bekommen hat. Doch vermutlich hat gerade das seinen Status als hoch begehrtes Automobil für Sammler untermauert.

Und dann ist da natürlich noch der BMW 3.0 CSL. Mit diesem Auto verbindet mich keine lange Geschichte. Die BMW M5 Fahrzeuge (E34 und E39) der frühen Nullerjahre haben mich anfangs zum Fan der BMW Modelle aus den 1990ern gemacht. Über den BMW 3.0 CSL wusste ich bis vor etwa zehn Jahren kaum etwas. Dann wies mich ein Freund bei einem „Cars & Coffee“-Event in Los Angeles auf einen hin. Nachdem ich jetzt das vielleicht begehrteste Exemplar überhaupt gefahren bin, einen BMW 3.0 CSL (das „Batmobile“ aus dem Jahr 1973), begreife ich, warum mein Freund so hin und weg war. Dieses Automobil steht für alles, was BMW war, ist und sein möchte – destilliert in einem leichtgewichtigen Paket. Mit einem Leistungsgewicht von 6,1 kg/PS ist das Auto die Essenz dessen, was ein Touring-Sportwagen sein sollte. Wenn man auf kurvigen Straßen durch die Gänge schaltet und den Sound der Zylinder zwischen 4.000 und 5.600 Umdrehungen pro Minute hört, während man jahrhundertealte Dörfer auf der einen und den glitzernden See auf der anderen Seite sieht, dann fühlt man sich wie in einem Traum. Ich wusste, dass ich auf Jahre hinaus diesem Gefühl hinterherjagen würde – und ich konnte mir nicht vorstellen, es noch einmal zu erleben.

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Das bringt mich zurück zum Anfang dieser Geschichte, in den Innenraum des BMW 840i Coupé, das ich in einem Tal in der Schweiz geparkt hatte (➜ Lesen Sie auch: Magie des Materials: die Kunst der Akzentuierung). Als sich der Hagel in Regen verwandelte und der Sturm nachließ, trat ich hinaus in eine Welt, die so frisch, so sauber und lebendig war, dass es meine Sinne überwältigte. Wie weit war dieses Gefühl von dem entfernt, das ich am Steuer des BMW 3.0 CSL empfand? Um ehrlich zu sein: gar nicht so weit. Lässt man all die moderne digitale Technik, die Leistungsdaten und den Komfort einmal beiseite, dann ist das Beeindruckendste am BMW 8er vor allem eines: dass man es geschafft hat, ihm die DNA ikonischer BMW Modelle der Vergangenheit einzupflanzen.

Die vom Original-Lenkrad-Emblem des BMW M1 inspirierten „50 Years of M“-Logos zieren den BMW M850i xDrive Gran Coupé und den BMW 840i Coupé – und das erschienen mir nach meinem Trip völlig gerechtfertigt. Die Gebirgspässe, die ich in der Schweiz auf dem Weg zurück nach München überquerte, bestätigten mich noch mehr in meiner Überzeugung, dass die neue BMW 8er Reihe viel Lob verdient. Insbesondere wenn man Inspiration in der Vergangenheit sucht.

Andrew Maness ist Chefredakteur von The Motoring Journal, einem Magazin für moderne Autofans in den USA. Als begeisterter Fotograf, Blogger, Video-Produzent und Berater bereist Maness die Welt auf der Suche nach spannenden Automobil-Erfahrungen. Dabei bieten sich ihm häufige Gelegenheiten für Testfahrten in den aufregendsten Fahrzeugen der Welt. Für diesen Artikel reiste Maness als Teil einer internationalen Gruppe von Motorjournalisten, Redakteuren, Fotografen und Influencern, die von BMW eingeladen wurden, im neuen BMW 8er von München zum Concorso d’Eleganza am Comer See in Italien, um für Fans und Leser über die Erfahrungen zu berichten.

Autor: Andrew Maness; Art: Carolin Wabra, Madita O'Sulivan, Shin Miura; Fotos: Enes Kucevic